Faszination Irland: Unterwegs an der wilden Westküste

Michael Wüthrich • 7. Oktober 2026

Zwei Wochen waren wir im September und Oktober 2026 an Irlands Westküste unterwegs. Von Dingle ging es über Clare weiter nach Mayo, mit Ausflügen nach Connemara und auf Achill Island. Dabei sind viele Fotos und Drohnenaufnahmen entstanden. Eine Auswahl davon zeige ich euch hier.


Sonne, Regen, Wind und manchmal alles kurz nacheinander. So kennen wir Irland, und auch dieses Mal war es nicht anders. Natürlich hätte ich zwischendurch gerne etwas weniger Regen gehabt. Aber gerade diese Wetterwechsel sorgen immer wieder für tolle Lichtstimmungen. Dazu die grünen Wiesen, die Steinmauern und überall Schafe. Für mich gibt es hier auch nach mehreren Reisen noch viel zu entdecken.


Dingle und der wilde Atlantik

Bereits am ersten Abend zeigte der Atlantik, was er kann. Hohe Wellen schlugen gegen die Felsen – da hätte ich noch lange zuschauen und fotografieren können.

Entlang des Slea Head Drive gab es immer wieder einen Grund anzuhalten. Mal waren es die Ausblicke auf die Blasket Islands, mal die Küste oder einfach ein schönes Licht über den Feldern. Auch der Pier von Dún Chaoin durfte nicht fehlen. Der schmale Weg, der steil zum Meer hinunterführt, ist einfach ein tolles Fotomotiv.


Über Clare weiter Richtung Norden

Mit der Fähre über den Shannon ging es weiter nach County Clare. In Lahinch waren die Surfer im Wasser, während die Wellen bis an die Uferpromenade schlugen. Mir war es mit der Kamera am Ufer ganz recht.

An den Cliffs of Moher hatten wir Glück mit dem Abendlicht. Die hohen Felswände im warmen Licht und dahinter der Atlantik – das war schon eindrücklich.

Weiter ging es über Doolin in den Burren. Nach all den grünen Wiesen wirkt diese steinige Landschaft nochmals ganz anders. Hier besuchten wir auch den Poulnabrone-Dolmen, das bekannte alte Steingrab mitten in der Kalksteinlandschaft.


Unser Ferienhaus bei Louisburgh

Bei Louisburgh hatten wir unseren Standort für die zweite Woche. Eine schöne Gegend mit Sandstränden, Blick auf Clare Island und dem Croagh Patrick ganz in der Nähe. Auch rund um unser Ferienhaus gab es genug zu fotografieren: Pferde im Abendlicht, Regenbögen über dem Meer und immer wieder wechselnde Stimmungen. Man musste also gar nicht jedes Mal weit fahren.

Etwas ganz anderes war der Schafmarkt im Dorf. Die Tiere standen in Gattern direkt auf der Strasse, dazwischen die Bauern und die Besucher. Schön, auch etwas vom Alltag vor Ort mitzubekommen.


Unterwegs in Connemara

Die Fahrt durch das Doolough-Tal gehörte für mich zu den besonders schönen Strecken. Berge, Seen und eine Strasse mitten durch diese weite Landschaft. Hier lohnt es sich, Zeit einzuplanen und zwischendurch anzuhalten.

In Connemara besuchten wir auch Kylemore Abbey mit dem grossen Garten. Das Gebäude direkt am See ist natürlich ein bekanntes Motiv, aber deshalb nicht weniger schön.

Ein weiterer Halt waren die Aasleagh Falls am Erriff River. Die Hauptzeit der Lachswanderung war leider schon vorbei. Der Wasserfall war aber auch so einen Besuch wert.


Ein Ausflug auf Achill Island

Über eine Brücke ging es auf Achill Island. Besonders schön war die Keem Bay mit ihrem hellen Sand und dem türkisfarbenen Wasser. Solche Strände verbindet man vielleicht nicht als Erstes mit Irland.

Unterwegs begegneten uns auch hier viele Schafe. Auf den Wiesen, am Strassenrand und manchmal mitten auf der Strasse. Dann wartet man eben kurz.

Neben den Stränden gab es alte Friedhöfe, ein Turmhaus am Wasser und eindrückliche Küstenabschnitte zu entdecken. Ein abwechslungsreicher Ausflug mit vielen Fotostopps.

Am letzten Morgen in Mayo zeigte sich dann nochmals ein doppelter Regenbogen. Ein schöner Abschluss unserer Reise.


Fotografieren an Irlands Westküste

Wer hier fotografiert, braucht vor allem etwas Geduld und wetterfeste Kleidung. Nach einem Regenschauer kann das Licht plötzlich richtig schön werden. Es lohnt sich deshalb, nicht gleich alles einzupacken.

Ein paar Dinge, die sich unterwegs bewährt haben:


  • Zeit lassen: Lieber an einem Ort etwas länger bleiben und schauen, wie sich das Licht verändert.
  • Am Morgen und Abend raus: Gerade dann entstehen oft die schönsten Stimmungen.
  • Ein Stativ mitnehmen: Für Aufnahmen bei wenig Licht oder längere Belichtungen am Wasser.
  • Die Kamera schützen: Regen, Sand und Gischt gehören dazu. Ein Tuch zum Reinigen sollte immer griffbereit sein.
  • Drohnenaufnahmen bewusst planen: Wind und Wetter beachten und vor dem Flug prüfen, wo das Fliegen erlaubt ist.


Auch dieses Mal bin ich mit vielen Bildern nach Hause gekommen. Und obwohl ich schon mehrmals in Irland war, wird es bestimmt nicht die letzte Reise gewesen sein.


Irland auf der grossen Leinwand?

Inzwischen haben sich von meinen Irland-Reisen viele Fotos und Drohnenaufnahmen angesammelt. Daraus möchte ich gerne eine Multimedia-Show machen: «Faszination Irland». Geplant ist ein Abend mit Bildern auf der grossen Leinwand, irischer Musik und den passenden Geräuschen dazu. Meeresrauschen, Wasser und natürlich dürfen auch die Schafe nicht fehlen. Bevor ich die Show fertigstelle, würde mich interessieren: Wärst du bei einem solchen Abend dabei?

Schreib mir gerne über das Kontaktformular, ob du Interesse hast und in welcher Region eine Vorführung für dich passen würde.


Einen ersten Eindruck gibt es im Trailer.

von Michael Wüthrich • 19. September 2026
Was für eine Freude: Mein Eisvogel-Foto wurde beim nationalen Fotowettbewerb AGRIPHOTO 2026 in der Kategorie «Tier» mit dem 5. Platz ausgezeichnet. Der Fotowettbewerb der «Schweizer Bäuerinnen & Bauern» stiess schweizweit auf grosses Interesse. Über 9’300 Bilder von mehr als 2’000 Fotografinnen und Fotografen wurden in den vier Kategorien Mensch, Land, Nahrung und Tier eingereicht. 100 Aufnahmen schafften es ins Publikumsvoting, bei dem insgesamt rund 23’000 Stimmen abgegeben wurden. 5. Platz in der Kategorie «Tier» Die eingereichten Bilder wurden von einer fünfköpfigen Jury aus Fachpersonen der Fotografie, visuellen Kommunikation und Landwirtschaft beurteilt. Bewertet wurden unter anderem Bildidee, Aussage, Originalität, Wirkung, Komposition und Gesamteindruck. Mein Eisvogel-Foto schaffte es zunächst unter die fünf besten Bilder der Kategorie «Tier». An der Preisverleihung vom 16. September im Zürich Hauptbahnhof wurde dann das endgültige Resultat bekannt gegeben: 5. Platz. Darüber freue ich mich sehr. Gerade bei einem Motiv wie dem Eisvogel braucht es neben Vorbereitung und Geduld auch diesen einen Moment, in dem einfach alles zusammenpasst. Umso schöner ist es, wenn eine solche Aufnahme bei einem nationalen Fotowettbewerb ausgezeichnet wird. Preisverleihung im Zürich Hauptbahnhof Die Rangverkündigung fand am 16. September 2026 im Rahmen der AGRIPHOTO-Ausstellung im Zürich Hauptbahnhof statt. In der Kategorie «Tier» wurden alle fünf Finalbilder ausgezeichnet. Für mich war es ein schöner Moment, mein Bild inmitten der prämierten Aufnahmen zu sehen und die Auszeichnung persönlich entgegennehmen zu dürfen.
von Michael Wüthrich • 7. September 2026
Die Flügerchilbi auf dem Flugplatz Bleienbach bot auch in diesem Jahr zahlreiche eindrückliche Momente. Historische Flugzeuge, moderne Maschinen, spektakulärer Kunstflug und verschiedene Modellflugzeuge sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Für mich war der Anlass natürlich auch fotografisch ein Höhepunkt. Die schnellen Flugmanöver, engen Formationen und wechselnden Lichtverhältnisse machten die Aufnahmen anspruchsvoll, boten aber gleichzeitig unzählige spannende Motive. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der Patrouille Suisse. Mit ihrer Präzision, den engen Formationen und den eindrucksvollen Kreuzungsmanövern begeisterte sie das Publikum über dem Oberaargau. Der Sound der Jets und die dynamischen Flugfiguren sorgten für echte Gänsehautmomente.  Hier zeige ich einige fotografische Impressionen von der Flügerchilbi – von eleganten Formationsflügen bis zu rasanten Begegnungen am Himmel.
von Michael Wüthrich • 1. September 2026
Beim Spiel zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Basel durfte ich einen ganz besonderen Abend als Fotograf erleben. Im Mittelpunkt standen zu Beginn die Einlaufkids des FC Herzogenbuchsee. Die Aufregung und Freude der Kinder kurz vor dem Einlaufen und anschliessend auf dem Spielfeld festzuhalten, war ein grossartiger Moment. Vor über 29’000 Zuschauerinnen und Zuschauern gemeinsam mit den Profis ins Wankdorf einzulaufen, wird ihnen bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben. Danach ging es für mich direkt am Spielfeldrand weiter. Sportfotografie verlangt volle Konzentration: Spielsituationen entwickeln sich innerhalb weniger Sekunden, Zweikämpfe und Emotionen lassen sich nicht wiederholen. Man muss das Spiel aufmerksam verfolgen, Aktionen vorausahnen und im richtigen Moment auslösen. Genau diese Herausforderung macht die Sportfotografie für mich so faszinierend. Auch sportlich hatte der Abend einiges zu bieten. YB führte bereits nach 14 Minuten mit 2:0, doch Basel kämpfte sich zurück. Zur Pause stand es 3:2 für die Young Boys, in der zweiten Halbzeit gelang Basel der Ausgleich zum 3:3-Endstand. Sechs Tore, viele Chancen und intensive Zweikämpfe sorgten für ein spannendes Spiel und zahlreiche starke Fotomotive. Die tolle Stimmung im Wankdorf und die offenen Begegnungen mit den anderen Fotografen machten diesen Einsatz zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ein grosser Traum ging für mich an diesem Abend in Erfüllung.
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